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wiki:9_herford_vlotho

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wiki:9_herford_vlotho [2020/10/23 18:04]
michael
wiki:9_herford_vlotho [2021/04/07 00:56] (aktuell)
michael
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 ===== Stadt, Dörfer und Bauerschaften ===== ===== Stadt, Dörfer und Bauerschaften =====
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-Die 8 Dörfer/Bauerschaften und die Stadt mit ihren Hausstätten/Höfen und deren Hausnummern etwa im Umfang von 1820. 
  
 =====Hausstätten- und Höfeliste ===== =====Hausstätten- und Höfeliste =====
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   * [[vlotho_steinbruendorf | Valdorf-Steinbründorf]]   * [[vlotho_steinbruendorf | Valdorf-Steinbründorf]]
   * [[vlotho_wehrendorf | Valdorf-Wehrendorf]]   * [[vlotho_wehrendorf | Valdorf-Wehrendorf]]
-  * [[vlotho_stadt | Vlotho]] 
   * [[vlotho_stadt | Vlotho Stadt]]   * [[vlotho_stadt | Vlotho Stadt]]
-  * [[vlotho | Vlotho Stadt]]+
  
 ===== Bücher ===== ===== Bücher =====
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 ===== Geschichte ======  ===== Geschichte ====== 
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 Die Geschichte der Stadt Vlotho ist eng verbunden mit der der um 1250 errichteten Höhenburg auf dem Amtshausberg. Verlässliche Angaben über ihre Gründung liegen nicht vor. Der Vlothoer Chronist Großmann schreibt im Zusammenhang mit der Geschichte der Kirche in Valdorf dazu: „Anscheinend ging die Absicht der Herren von Vlotho dahin, aus der Siedlung am Fuße des Amtshausberges eine Art Landeshauptstadt zu machen. Zu diesem Zwecke schnitten sie aus dem Gebiet des Kirchspiels Valdorf (45 km²) ein Gebiet von nur rund 6 km² heraus und gaben der Siedlung Vlotho Stadtrechte.“ Das bedeutete, dass es hier einen eigenen Stadtrichter gab und der Ort mit entsprechenden Stadtrechten versehen war.  Die Geschichte der Stadt Vlotho ist eng verbunden mit der der um 1250 errichteten Höhenburg auf dem Amtshausberg. Verlässliche Angaben über ihre Gründung liegen nicht vor. Der Vlothoer Chronist Großmann schreibt im Zusammenhang mit der Geschichte der Kirche in Valdorf dazu: „Anscheinend ging die Absicht der Herren von Vlotho dahin, aus der Siedlung am Fuße des Amtshausberges eine Art Landeshauptstadt zu machen. Zu diesem Zwecke schnitten sie aus dem Gebiet des Kirchspiels Valdorf (45 km²) ein Gebiet von nur rund 6 km² heraus und gaben der Siedlung Vlotho Stadtrechte.“ Das bedeutete, dass es hier einen eigenen Stadtrichter gab und der Ort mit entsprechenden Stadtrechten versehen war. 
 1368 fielen die Mindener ein und zerstörten Burg und Stadt fast völlig. In der Folge verlor Vlotho die Stadtrechte wieder und gehörte unter das Gaugericht zu Herford. 1368 fielen die Mindener ein und zerstörten Burg und Stadt fast völlig. In der Folge verlor Vlotho die Stadtrechte wieder und gehörte unter das Gaugericht zu Herford.
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 Eine wesentliche Rolle für die rasch wieder zunehmende Bedeutung der Weserstadt spielte der Hafen, aus dem Handelsgüter und Rohstoffe bis weit ins lippische und Ravensberger Hinterland transportiert wurden und zurück. Das ausgerechnet in Vlotho der wichtigste Hafen zwischen Minden und Hameln entstehen konnte, lag daran, dass hier Inseln (Werder) den Strom teilten. Im ruhigen Arm (dort, wo seit 1875 die Eisenbahntrasse verläuft) konnten nach Großmann bis zu hundert Schiffe anlegen, ankern und sogar überwintern.  Eine wesentliche Rolle für die rasch wieder zunehmende Bedeutung der Weserstadt spielte der Hafen, aus dem Handelsgüter und Rohstoffe bis weit ins lippische und Ravensberger Hinterland transportiert wurden und zurück. Das ausgerechnet in Vlotho der wichtigste Hafen zwischen Minden und Hameln entstehen konnte, lag daran, dass hier Inseln (Werder) den Strom teilten. Im ruhigen Arm (dort, wo seit 1875 die Eisenbahntrasse verläuft) konnten nach Großmann bis zu hundert Schiffe anlegen, ankern und sogar überwintern. 
 Die Gründung der Vlothoer Schiffergilde, einer Vereinigung der im Ort ansässigen Binnenschiffer, ist auf diesen Aufschwung mit zurückzuführen. Analog dazu hatten sich viele Vlothoer auf das Fuhrgewerbe eingerichtet, die Stadt lebte in hohem Maße vom Güterverkehr, der Naturhafen erwies sich als Segen. Vlotho wurde zum Leggeort (Zentrum des Leinenhandels), erhielt 1719 städtische Rechte als Titularstadt und 1740 wieder einen eigenen Magistrat.  Die Gründung der Vlothoer Schiffergilde, einer Vereinigung der im Ort ansässigen Binnenschiffer, ist auf diesen Aufschwung mit zurückzuführen. Analog dazu hatten sich viele Vlothoer auf das Fuhrgewerbe eingerichtet, die Stadt lebte in hohem Maße vom Güterverkehr, der Naturhafen erwies sich als Segen. Vlotho wurde zum Leggeort (Zentrum des Leinenhandels), erhielt 1719 städtische Rechte als Titularstadt und 1740 wieder einen eigenen Magistrat. 
-Große Bedeutung hatte auch die Floßschiffahrt, die neben dem Rohstoff Holz unter anderem Mühlsteine auf der Weser stromabwärts transportierte. Bis aus dem Thüringer Wald kamen die Fuhrwerke stromaufwärts mit ihrer schweren Last, die dann ihren Weg auf dem Wasser in nördlicher Richtung fortsetzten. Das letzte kommerziell betriebene Floß passierte 1964 auch die Stadt Vlotho. +Große Bedeutung hatte auch die Floßschiffahrt, die neben dem Rohstoff Holz unter anderem Mühlsteine auf der Weser stromabwärts transportierte. Bis aus dem Thüringer Wald kamen die Fuhrwerke stromaufwärts mit ihrer schweren Last, die dann ihren Weg auf dem Wasser in nördlicher Richtung fortsetzten. Das letzte kommerziell betriebene Floß passierte 1964 auch die Stadt Vlotho. 
 Als 1813 auch die Stadt Vlotho wieder unter preußische Verwaltung kam, profitierte sie erneut von der günstigen Lage an der wichtigen Wasserstraße Weser.  Als 1813 auch die Stadt Vlotho wieder unter preußische Verwaltung kam, profitierte sie erneut von der günstigen Lage an der wichtigen Wasserstraße Weser. 
 Mitte des 19. Jahrhunderts wird von reger Gewerbetätigkeit berichtet. Ansatzweise wollte man von Mineralquellen im Westen der Stadt in Form von Bade- und Kurbetrieb profitieren, was jedoch rasch wieder aufgegeben wurde. In der kleinen Stadt produzierten unter anderem zwei Zuckerfabriken. Arbeitsplätze bot weiterhin der Schiffbau im rechtsseitig der Weser gelegenen Uffeln, das erst später nach Vlotho eingemeindet wurde. Die natürliche Ressource Wasserkraft des Forellenbaches nutzten sieben Öl-, Korn- und Graupen-Mühlen. Der Handel mit Öl und nach wie vor reger Speditionsbetrieb veranlasste 1864 den Historiker Vormbaum, zu Papier zu bringen, … daß Vlotho unter den kleinen Städten zu den bedeutendsten Orten der Grafschaft Ravensberg gehört. Mitte des 19. Jahrhunderts wird von reger Gewerbetätigkeit berichtet. Ansatzweise wollte man von Mineralquellen im Westen der Stadt in Form von Bade- und Kurbetrieb profitieren, was jedoch rasch wieder aufgegeben wurde. In der kleinen Stadt produzierten unter anderem zwei Zuckerfabriken. Arbeitsplätze bot weiterhin der Schiffbau im rechtsseitig der Weser gelegenen Uffeln, das erst später nach Vlotho eingemeindet wurde. Die natürliche Ressource Wasserkraft des Forellenbaches nutzten sieben Öl-, Korn- und Graupen-Mühlen. Der Handel mit Öl und nach wie vor reger Speditionsbetrieb veranlasste 1864 den Historiker Vormbaum, zu Papier zu bringen, … daß Vlotho unter den kleinen Städten zu den bedeutendsten Orten der Grafschaft Ravensberg gehört.
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 Die Gemeindereform vereinigte die alte Stadt Vlotho am 1. Januar 1969 mit den Gemeinden Exter und Valdorf. Die Gemeindereform vereinigte die alte Stadt Vlotho am 1. Januar 1969 mit den Gemeinden Exter und Valdorf.
 Durch die Kreisreform kam 1973 die Gemeinde Uffeln aus dem früheren Kreis Minden hinzu. Durch die Kreisreform kam 1973 die Gemeinde Uffeln aus dem früheren Kreis Minden hinzu.
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 ===== Karten ===== ===== Karten =====
  
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-Gravschaft Ravensberg 
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-Fürstbistum / Hochstift Minden 
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 Vlotho Vlotho
  
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 Vlotho Ortsteile Vlotho Ortsteile
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 [[https://www.google.de/maps/place/Vlotho/@52.1492835,8.7579735,15250m/data=!3m2!1e3!4b1!4m5!3m4!1s0x47ba6c5068ea0583:0x427f28131548440!8m2!3d52.1605973!4d8.8560945?hl=de | Vlotho, siehe: Maps ]] [[https://www.google.de/maps/place/Vlotho/@52.1492835,8.7579735,15250m/data=!3m2!1e3!4b1!4m5!3m4!1s0x47ba6c5068ea0583:0x427f28131548440!8m2!3d52.1605973!4d8.8560945?hl=de | Vlotho, siehe: Maps ]]
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 ===== Verweise ===== ===== Verweise =====
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 ===== Auskünfte ===== ===== Auskünfte =====
wiki/9_herford_vlotho.1603469047.txt.gz · Zuletzt geändert: 2020/10/23 18:04 von michael