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wiki:buende_spradow

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Spradow

Dieses ist die Beschreibung des Bünder Ortsteil Spradow.

Hausstätten- und Höfeliste

Die [Spradower Hausstätten- und Höfeliste] umfasst die Hausnummern 1 bis . Es ist etwa der Umfang der 1820 existierenden Häuser und Höfe.

Geschichte

Das Dorf Spradow wird urkundlich erstmals im Jahr 1151 erwähnt. Der Paderborner Bischof Bernhard I. bestätigt in einer Urkunde, dass 64 Landgüter, darunter Spradow, dem Herforder Nonnenstift auf dem Berge (Marienstift) gehören. Das Dorf ist allerdings sehr viel älter. Das Damenstift wurde bereits 1011 von der Äbtissin Godesti (Godesdiu) von der Herforder Fürstabtei gegründet. Dazu stattete sie das neue Tochterkloster mit diesen 64 Landgütern zur Sicherung der wirtschaftlichen Basis aus. Das Dorf Spradow muss also schon im Jahr 1011 bestanden haben, da es zur Grundausstattung des Klosters gehörte. Der älteste Siedlungskern Spradows reicht bis in altsächsische Zeit (8. bis 12. Jh.) zurück. Es waren anfangs wenige unregelmäßig aber im räumlichen Zusammenhang stehend angelegte Hofstätten (sog. Drubbel). Man baute auf trockenem, hochwasserfreiem Grund, in der Nähe einer Wasserstelle und am unteren Hang einer lößbedeckten Kuppe, dem sog. Esch, der die zentrale Feldflur bildete. In Spradow ist das der Bereich zwischen Ostbach (Mühlenbach) und Eselsbach. In die Zeit der Sachsenkriege fällt die Gründung der Meierhöfe, die als militärische Stützpunkte der Franken die Verwaltung des Landes sichern sollten. In Spradow wurde der Hof des Sippenältesten zum Meierhof ausgestaltet. Dicht daneben wurde eine Kapelle errichtet.

Der Name des Ortes lautet in der von Bischof Bernhard I. ausgestellten Urkunde „Spredow“. Er leitet sich von den urgermanischen Wörtern spraedan (dt. „ausbreiten“, „spreizen“) und auwe (germanisch „ahwo“, dt. „fließendes Wasser“) ab, kann also als „ausgebreitete Aue“ übersetzt werden. Das w am Ende von Spradow ist ein stummes Dehnungszeichen und wird nicht gesprochen, sondern verlängert das vorhergehende o. Die Entwicklung ist unabhängig von der Endung -ow in slawischen Orts- und Familiennamen. Die heutige Schreibweise wurde Anfang des 19. Jahrhunderts standardisiert, in der NS-Zeit wurden allerdings Stimmen laut, das „wendisch“ anmutende Auslaut-w zu tilgen.[1]

Am 1. Januar 1969 wurde Spradow im Zuge der kommunalen Neugliederung nach Bünde eingemeindet.

Dokumente

Bücher

Karten

Muckum in der heutigen Struktur als Stadtteil

Spradow, siehe: Maps

Verweise

Auskünfte

Kreisarchiv Herford

Stadtarchiv Bünde

Heimatverein

Kreisheimatverein Herford

Auskünfte oder weitere ausführliche Unterlagen in digitaler Form zu einzelnen Höfen erhalten Sie unter:

                  info@westfalenhoefe.de
wiki/buende_spradow.txt · Zuletzt geändert: 2020/10/23 17:22 von michael